Die Gärten 1 bis 40 haben Wasser. Im Bereich unterhalb der Straße Beim Hochsitz haben wir ein Leck in der Hauptleitung entdeckt. Das Loch werden wir schnellstmöglich dichten, so dass wir überall im Garten Wasser haben. In einigen Gärten fehlen noch Verlängerungen, um die neuen Uhren zu montieren.
Herzlichen Dank an die Gemeinschaftsarbeiter/innen, die am Samstag auch Überstunden gemacht haben, um möglichst viele Gärten mit Wasser zu versorgen.
Der Raichberg ist, ob man will oder nicht, Lebensraum für eine Vielzahl an Wildtieren. Das Reh, klar, kennt man und fast jeder hat schon mal eins gesehen. Süß sehen sie aus. Nur, wer hat sie zum Essen eingeladen? An meinem Gemüse?
Jetzt im Frühjahr sind sie mit ihrem Nachwuchs beschäftigt und lassen uns weitgehend in Ruhe. Wer allerdings im unteren Teil der Gartenanlage Freude am eigenen Bio-Anbau haben will, der muss sich was einfallen lassen. Bewährt haben sich Staketenzäune rund um die Beete. Aber auch junge Bäume oder Beerenbüsche sollte man schützen.
Mama und Papa Zauneidechse beim SonnenbadenDie etwas kleinere Mauereidechse
Aktiv werden, mit dem Blühen der Forsythien, die Eidechsen. Zwei Arten patrouillieren mittlerweile über den Raichberg: die Zauneidechse und die Mauereidechse. Wobei die Mauereidechse erst in den letzten Jahren dazukam und seitdem den Zauneidechsen das Revier streitig macht. Zauneidechsen gibt es seit ungefähr 20 Jahren am Raichberg.
Auch wenn die Artenvielfalt am Raichberg zunimmt, die Ringelnatter wird immer seltener gesehen, bzw. gar nicht mehr. Größere Teiche gibt es kaum noch in der Anlage und somit auch nicht die Lieblingsspeise der Ringelnatter, den Teichfrosch. Vor Jahren raubten Horden von alleinstehenden Teichfroschmännchen mit ihrem Gequake so manchem Kleingärtner die Mittags- und Sonntagsruhe.
TeichfroschEin Prachtexemplar, gesehen am Froschweg
Vor ein paar Jahren hatten wir hinter der Gartenhütte, unter dem Dach, ein Nest. Winzig klein, genau wie seine Bewohner: Zaunkönige. Anstrengende Wochen waren das, sowohl für die Zaunkönigfamilie als auch für uns. Aber, es ging nicht anders. Wir mussten am Nest vorbei, um zur Toilette zu gelangen und die Eltern wollten zu ihrem Nest, aber nur wenn wir außer Sichtweite waren. Die Terrasse nebenan konnten wir gar nicht mehr benutzen. Gnadenlos schimpften uns die Eltern aus und wir mussten uns einen anderen Platz suchen. Irgendwann haben sich die Vögel an uns gewöhnt und wir konnten vorsichtig an ihnen vorbeischleichen und sogar Fotos machen. Mama Zaunkönig brütete fleißig weiter und zwei Wochen nachdem die Jungen schlüpften, verließen sie das Nest und wir sahen unsere lieb gewonnenen Freunde nur ab und an vorbeifliegen.
Zaunkönignest, gebaut auf unserer Leiter.
Füchse hatten wir einmal eine ganze Familie in der Anlage. Dies vor allem weil die Füchse verbotener Weise gefüttert wurden. Irgendwann verloren sie jegliche Scheu und liefen selbst tagsüber zwei Meter an einem vorbei, ohne zu grüßen.
Der Dachs hingegen lässt sich nur in der Nacht blicken.
Der Dachs, aufgenommen mit der Wildkamera unserer Nachbarn
Fuchs
Reh
Der Luftraum wird seit Jahren von zwei Krähen beherrscht, die Bussard und Milan arg zusetzen. Aber vielleicht spielen sie auch nur? In Acht nehmen müssen sich tagsüber die Mäuse vor den Falken. Mit der Dämmerung kommen die Fledermäuse, auf der Jagd nach Insekten. Es geht wild zu, hoch über dem Raichberg, auch nachts, wenn mitunter die Eule zu hören ist.
Die Taubenschwänzchen sind besonders beliebt. Wie Kolibris fliegen sie Blüten an und verbreiten einfach gute Laune.
In manchen Jahren fast eine Plage, die Mai- und Junikäfer.
Sogar eine Schildkröte lag schon schwer verletzt bei uns im Garten. Ein Raubtier hatte sie aus ihrem Gehege geholt und übel zugerichtet. In diesem Zustand ist sie dann umhergeirrt und bei uns auf der Terrasse gelandet. Wir brachten sie zu einer Tierärztin, die ihr Penicillin-Injektionen gab. Sogar die Besitzerin konnte ausfindig gemacht werden. Diese nahm den Ausreißer nach ärztlicher Behandlung dann wieder mit nach Hause. Daher bitte beachten: Bei der Haltung von Kleintieren sollte darauf geachtet werden, dass das Gehege nicht nur Ausbruchschutz bietet, sondern auch Einbruchschutz gegen Fuchs oder Marder. Das Gehege muss also rundum geschlossen sein und tief in den Boden reichen. Ach ja, Tierhaltung ist in Kleingärten nicht erlaubt.
Angeknabberte Schildkröte
Überhaupt muss den Tieren viel geholfen werden. Vor zwei Jahren beispielsweise retteten wir ein Rehkitz, das im Zaun eingeklemmt war und ein paar Tage später fanden wir eins am Straßenrand, oben auf der Waldebene. Die informierte Polizei berichtete uns dann, dass die Mutter am Abend zuvor überfahren wurde. Also riefen wir den Förster, der sich dann um das Kitz kümmerte. Oder unseren Hausfrosch, der an unserem Miniteich jahrelang ein Singledasein führte. Der Kerl war so zutraulich, das er einem sogar auf die Hand sprang. Dies war auch seine Schwachstelle. Feinde kannte er keine, auch nicht die Ringelnatter, vor der wir ihn mehrfach retten mussten.
Einmal wurde unser Zwetschgenbaum von einem Specht heimgesucht, der tiefe Kerben in den Ast schlug. Wir dachten, um Insekten aus dem Holz zu holen, bis wir ihn dabei beobachteten, wie er Nüsse in den Kerben so verklemmte, dass er sie mit dem Schnabel knacken konnte.
Was jeder tun kann und viele auch schon tun, Insektenhotels aufstellen, die zumeist sehr gut angenommen werden. Hier sollte man sich auf bestimmte Arten beschränken, um nicht konkurrierende Bedingungen zu schaffen. Gerade die Gehörnde Mauerbiene ist lange vor der Honigbiene unterwegs und versorgt die ersten Blüten. Wichtig ist ein sonniger Standort und das man die Locher abrundet, damit sich die Insekten nicht verletzen.
Fast ausgestorben hingegen sind die Gartenzwerge. In einer mit Life-Work-Balance, Matcha und Dschungelcamp belasteten Zeit verloren sie mit ihren Eigenschaften: Fleiß, Zuversicht, Treue und moralischer Integrität jegliche Lebensgrundlage. Außerdem leiden sie unter Mobbing, gesellschaftlicher Ausgrenzung und unzureichendem Zugang zu sozialen Medien. Und doch gibt es sie noch, Rückzugsorte, versteckt, irgendwo am Raichberg.
Ihr seht, es ist viel los am Raichberg und nicht immer einfach mit unseren Mitbewohnern, aber es wird nie langweilig. Mittlerweile entdecken wir jedes Jahr ein neues Insekt, welches wir zuvor nur aus Dokumentationen über den tropischen Regenwald kannten. Und natürlich gibt es noch viel mehr Bewohner am Raichberg, den Allerwichtigsten unterschätzen viele. Es ist der Regenwurm.
Die Raichberger trafen sich am 14.03.26 in der Vereinsgaststätte Ratze zur 72. Hauptversammlung. Unser Vorstand Karsten Hoppe sprach zu Anfangs über aktuelle Themen aus dem Verein. Dann kam die Vorstellung der Geschäftsberichte und im Anschluss die Neuwahl der 2. Vorsitzenden (Herzlichen Glückwunsch an Sabine Haufe) sowie der Beisitzerinnen Sylvia Hübner (Hurra!) und Sabine Dimmer (Juhu!). Während der Pause präsentierte sich das (fast) komplette R-Team zum Shooting (Alle wurden getroffen, aber wie durch ein Wunder niemand verletzt). Nach der Pause wurden zwei Anträge besprochen, sowie aktuelle Vorhaben des Vereins. Letztlich eine rundum gelungene Veranstaltung oder wie unser Vorstand sagte „Schön war’s und gut wird’s werden“.
Gut gelauntes R-Team vor der Ratze.Unser Vorstand von links nach rechts: Sabine Haufe, 2. Vorsitzende : Annika Wetzer, Kassiererin : Karsten Hoppe, 1. Vorsitzender : Martina Machel, Schriftführerin
Zur Erinnerung, hier nochmal die Sammlung nützlicher Links und Adressen rund um Stuttgart, für den ambitionierten Gärtner, Kleingärtner oder solche, die es werden wollen.
Grüngutentsorgung und wertvolle Komposterde Euer Grüngut werdet ihr hier los: https://www.stuttgart.de/organigramm/verwaltungseinheit/haeckselplatz-moehringen.php Außerdem kann man für kleines Geld (tatsächlich derzeit 3,-€ für 250 Kilo) Komposterde ins Auto einladen. Einfach ein paar Säcke mitnehmen oder noch besser einen Anhänger. Die Erde gibt es auch abgepackt.
Baumarkt Hier hat natürlich jeder seinen Favoriten. Für den Autor allerdings ist Bauhaus in Untertürkheim die erste Wahl. Adresse: Augsburger Str. 500, 70327 Stuttgart
Natursteine, Mauersteine, Brunnen, Kunst Das ist wirklich ein Paradies für jede Gartengestaltung und auch so einen Besuch wert, einfach um sich den Natursteinpark anzuschauen. Deutschlandweit nach eigenen Angaben der Größte. Allerdings können auch Steine ins Geld gehen 😉 https://www.natursteinpark.de
Blumen, Bäume, Zubehör und viel Spaß für Kinder Riesige Gärtnerei mit kleinem Freizeitpark, Spielplatz für Kinder. Hier findet man wirklich fast alles.
Chinesischer Garten Stuttgart: Qingyin-Garten Immer einen Besuch wert ist der Chinesische Garten Stuttgart. Eintritt frei. Eine reiche Quelle der Inspiration: http://www.chinagarten-stuttgart.de Der Chinesische Garten liegt zw. Innenstadt und Killesberg an der Ecke Birkenwald- und Panoramastraße. Also über dem Hauptbahnhof.
Die närrische Zeit ist vorbei und nächste Woche soll es spürbar wärmer werden, angeblich bis zu 20 Grad. Ideales Gartenwetter also und es gibt einiges zu tun. Die Rückschnitte an Bäumen sollten abgeschlossen werden, damit die Vögel mit dem Nestbau beginnen können. Beete können vorbereitet und vorgedüngt werden. Auch lohnt es sich gerade um das Bodenleben in Schwung zu bringen Gesteinsmehl einzumischen. Trockene Stängel von Kräutern zurückschneiden. In den Blumenbeeten kann richtig aufgeräumt werden. Beerensträucher ebenfalls zurückschneiden und Mulchen. Macht euch am besten schon Gedanken, was ihr dieses Jahr pflanzen möchtet.
Erste Anzucht auf der Fensterbank.
Physalis, Tomaten, Paprika, Melonen … wollen loslegen. Achtet hier auf samenfestes Bio-Saatgut, welches ihr weiter vermehren könnt. Auch sollte auf die richtige Erde geachtet werden, also Anzuchterde. Blumenerde z.B. enthält zu viel Dünger. Die Qualität spielt eine große Rolle, weswegen sparen in dem Fall keine gute Idee ist. Schimmelt die Erde, fängt die Arbeit von vorne an. Um zu keimen benötigen die Samen eine Temperatur über 20 Grad. Auf der Fensterbank kann es somit zu kalt sein, falls die Sonne nicht scheint. Evtl. die Heizung etwas aufdrehen. Bewährt hat sich eine Anzuchtlampe, die man schon um die 20,-€ erwerben kann. Und gerne mehr Pflanzen als nötig vorziehen. Es kann immer etwas schief gehen. Außerdem erfreuen sich die Gartennachbarn an überschüssigen Pflanzen.
Tipps für samenfestes Gemüse von Gärtnern für Gärtner:
Möhren, Radieschen oder frühe Salatsorten können bereits jetzt im Freien angepflanzt werden, benötigen aber Schutz und besondere Bedingungen. Hochbeete oder Frühbeete eignen sich hier, und bitte die Erde mit einem Vlies abdecken.
Wer noch keine Hochbeet angelegt, dem sei dies zu empfehlen. die Ernteerfolge sind fast garantiert und der Rücken freut sich auch noch.
Auf geht’s! Wer jetzt die Zeit nutzt, darf den Sommer mit Grillen und Faulenzen erleben. Viel Spaß dabei!
PS: Weitere Tipps könnt ihr euch jeden 1. Freitag im Monat in der Ratze am offenen Vereins-Stammtisch holen.
Unsere Gärten ruhen und es ist Zeit, wir halten inne und blicken auf ein ereignisreiches Gartenjahr. In kalten Monaten, mit kurzen Tagen und langen Nächten schmieden wir Pläne fürs nächste Jahr, planen wagemutige Projekte und bereiten uns vor, auf den kommenden Frühling.
Wir wünschen euch eine Zeit der Ruhe, im Kreise von Familie und Freunden. Mögen die kommenden Feiertage euch mit neuer Energie für die nächste Gartensaison erfüllen.
Frohe Weihnachten, fette Beute und einen tollen Rutsch ins neue Jahr wünscht Euer Vorstand des Gartenvereins Raichberg e.V.
Um beruhigt in den Winterschlaf zu fallen, sind noch einige Arbeiten im Garten zu erledigen. Sorgt bitte unbedingt dafür, dass jetzt, nach dem Abbau der Wasseruhren, auch in euren Leitungen kein Wasser mehr ist. Also die Hähne kurz aufdrehen, Restwasser ablaufen lassen und dann wieder zu. Die Wasseruhren einsammeln und an einem frostsicheren Ort aufbewahren.
Gießkannen und Regentonnen ausleeren.
Gewächshäuser winterfestmachen. Wer seine Tomaten /Gemüse mit Folientunnel, Gewächshaus etc. schützte, sollte nun alle Kunststofffolien entfernen.
Rasen mähen. Stellt den Rasenmäher höher ein als sonst, damit sich der Rasen gegen das Moos durchsetzen kann. Außerdem sollte das Laub abgesammelt werden, damit die Gräser Licht bekommen. Laub gerne auf die Beete legen und dort über den Winter verrotten lassen. Die Regenwürmer freut’s.
Empfindliche Pflanzen schützen, z.B. mit einem Vlies und unten rum den Boden mit Laub abdecken.
Akkugeräte nicht im Gartenhaus lagern. Dort ist es zu kalt. Am besten mit nach Hause nehmen.
Gartengeräte reinigen und desinfizieren. So haben Krankheitserreger keine Chance bis ins nächste Jahr zu überwintern.
Gartenschlauch verstauen. In den Schläuchen sind Weichmacher, die keinen Frost vertragen.
Im Herbst/ Winter Sträucher und Bäume zurückschneiden.
Regenrinnen reinigen.
Fruchtmumien aus den Obstbäumen entfernen. Dies sind alte Früchte, die zumeist mit Pilzen befallen sind. Am besten im Hausmüll entsorgen.
Die Staatsschule für GartenbauStuttgart-Hohenheim veranstaltet einen Tag der offenen Tür im Versuchsbetrieb der Staatsschule für Gartenbau am 20.09.2025. Einladung als pdf.
Unsere Gärten liegen still am Raichberg, überwintern und halten inne. Auch wir genießen die ruhigen Tage vor Weihnachten und sehnen den Festtagen entgegen, den Beginn eines neuen Jahres. Januar und Februar stellen unsere Geduld auf die Probe, bis es im März wieder losgeht …
Macht es euch Zuhause gemütlich und freut euch auf Familie, Festessen und Geschenke.